Sri Lanka - Daniel Rödel

Backpacking auf Sri Lanka


Es ist mittlerweile ein Jahr her und ich will euch meine erste Erfahrung als Backpacker nicht ersparen. Es war, wie schon erwähnt, die erste derartige Tour und es kamen immer wieder die Fragen auf...

Wo übernachten wir?

Was ist wenn wir keinen Schlafplätze finden?

Was ist wenn wir überfallen werden??

Was ist wenn..... ??

Es sind diese Ängste, die einem heranwachsenden Menschen von klein auf verinnerlicht werden. Klar, das verfolgen der Medien ist da auch absolut nicht unschuldig, aber wenn man nur 30% von dem glaubt was uns Tag für Tag wie eine Gehirnwäsche eingetrichtert wird, ist man ganz gut bedient denke ich. Eine gewisse und gesunde Vorsicht sollte man dennoch immer walten lassen. Seid offen gegenüber anderen Menschen und vor allem zu euch selbst. Das ist eine Lektion fürs Leben. Und los geht's!

Wir machten vor der Reise einen groben Plan wo wir gerne hin wollen und was wir gerne sehen möchten. Wir hatten unseren 10-stündigen Hinflug mit Zwischenstopp in Doha nach Sri Lanka gebucht.

Wir starteten die Reise zu dritt: Sandra meine Freundin, Dennis ihr Bruder und ich. Drei Charaktere die aufeinander treffen, aber es passte wie die Faust aufs Auge.

Reise Route

Am 26.12.2014 ging es los. Es war derzeit meine längste Flugreise und da ich in den ungemütlichen Sitzen eh nicht schlafen kann habe ich mir die Zeit mit Filme gucken vertrieben und ein bisschen Smalltalk mit Leuten denen es ebenfalls so ging wie mir.


So weit so gut....

Als ich mit einem jungen Pärchen, welches zu meiner Linken saß schon etwas länger unterhielt, erwähnte ich wo unsere Reise hingehen soll. Beide schluckten mit aufgerissen Augen und erschrocken fragten sie:" Ohjee wirklich? Ihr habt aber schon von den massiven Überschwemmungen und Erdrutschen gehört, welche dort schon seit Tagen viele Städte, Dörfer und Straßen blockieren oder?" Ich fühlte mich kurzzeitig wie in einer Schockstarre und es traf mich wie ein Schlag. Ich dachte mir: "Hättste halt doch mal lieber Nachrichten geguckt."


Hier sind wir übrigens wieder bei der 30% Regelung der Nachrichten ;)


NEIN!

Ich hatte natürlich keine Ahnung was dort gerade abging!!

Aber warum schon vorher Sorgen machen?!?!

Leichter gesagt als getan als anfangs unerfahrener Reisender. In solchen leichten Beispielen lernt man das es nichts bringt sich große Panik zu machen.


Atmet durch, nehmt euch der Situation an und macht das Beste daraus! Das sind die ganz normalen Aufgaben des Lebens.


Gefühlte zwei Filme später und einem kleinen Gang auf und ab durchs Flugzeug landeten wir endlich in Doha.

Leute, das ist echt ein cooler Flughafen und wirklich stilisch. 

Flughafen Doha

Pipipause, Sprint zum nächsten Gate, Flugzeug Wechsel und ab ging es weiter  nach Colombo, die Hauptstadt von Sri Lanka.

Es war bereits später Abend als wir an dem relativ kleinen und überschaubaren Flughafen ankamen. Es gab viele kleine Shops in denen man vom Fernseher bis Teppiche alles kaufen konnte. Um keine Zeit zu verlieren ließen wir dies schnell hinter uns um an die nächste Exchange zu kommen.

Wow, das war ein Andrang!

Das Ganze war irgendwie eine Mischung aus Marktschreiern und Börsen Brokern. Aber alles verlief ohne Probleme und wir kümmerten uns im direkten Anschluss erst mal um ein Taxi.

Der Flug war lange, die Augen waren schwer und wir waren froh für die ersten beiden Nächte ein günstiges Hostel gebucht zu haben von wo aus wir unsere weitere Reise ausgeschlafen fortführen können.


Die erste Nacht ist vergangen. und wir haben alle tief und fest in unseren Hochbetten geschlafen und gönnten uns die erste morgendliche Dusche. aber von entspannt konnte hier leider keine Rede sein... Das Wasser war eiskalt. XD

Nachdem man sich vorsichtig an die Sache herangetastet hatte ging es aber und man gewöhnte sich schnell daran. Abgesehen davon mag man ja nicht gleich wie ein Touri aussehen, wenn ein bis zwei Geckos in der Dusche zugucken wie man sich einen abzittert ;)


Keine 20 Meter die Straße herunter war ein kleines unscheinbares Häuschen das für uns erst mal nach nichts aussah jedoch sollte es laut unserm Host ein superleckeres und günstiges Frühstück geben.  Wir drei waren uns sofort einig uns das gleich mal näher anzuschauen.

Gestärkt von leckeren Kokosnuss Pancaces, Regionalem Tee, Marmelade und Kaffee für absolut kleines Geld, ging es erst mal weiter um die Umgebung zu erkunden.


Wir gingen erst mal in die Stadt welche von vielen Verkehrsgeräuschen durchflutet wurde.

Es gibt viele kaputte Straßen und ein ziemliches Gedränge der TukTuk´s zwischen den fahrenden Autos. Es wirkte auf den ersten Blick recht hektisch. Daher haben wir schnell einen kleinen Supermarkt aufgesucht um uns etwas zu Trinken zu kaufen und sind danach direkt Richtung Strand gelaufen. Der weg führte uns an vielen Halbfertig oder kaputten Häusern und Blechhütten vorbei. 

Es war klar zu erkennen das viele Leute noch immer sehr mit dem Tsunami von 2004 zu kämpfen hatten.

Nach ein paar Gehminuten sind wir am Strand angekommen und trafen nach einem ca. 1-2 km langen Spaziergang auf eine relativ große Strand Bar wo wir unseren restlichen Tag mit guter Music und Sri Lankanischen Bier im Liegestuhl verbrachten.


Wir entschlossen uns unsere Reise fortzuführen und entschieden uns den Norden etwas mehr zu erkunden. 

Nach einer einer ruckeligen fahrt durch den Startverkehr zum nächsten Bahnhof führte uns der Weg nach Pinnawala

Die Bahnfahrt war im Gegensatz zum TukTuk fahren sehr entspannt. man hatte platz und konnte durch die nach draußen geöffneten Waggon Türen sehr schön die Natur bestaunen.

Zwar war diese durch den Großen regen und Überschwemmungen noch etwas nass aber dennoch konnte man sich schöne eindrücke von der Umgebung machen. I

In Pinnawalla angekommen kümmerten wir uns direkt um ein neues TukTuk und baten den Fahrer uns zu einer günstigen Unterkunft zu Bringen wo wir vorerst unser Großen Rucksäcke lassen konnten.

Die Kommunikation mit dem TukTuk fahrer beschränkte sich beinahe nur auf Okayokay aber irgendwie funktionierte es eben doch. 


In der Unterkunft angekommen ließen wir alles fallen und fuhren weiter zu einer kleinen Elefantenaufzucht in der Nähe.

Elefanten im Zoo hinter einem Zaun zu sehen war das eine aber dort einen zu streicheln auf ihm zu reiten und eine ganz andere.


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